uniformgermany - Mode die erzählt

ein junges Modelabel aus Süddeutschland, welches Stilrichtungen vergangener Tage aufgreift und somit Geschichte erzählt.

Der Fokus liegt auf Deutschland – ein Land, welches im internationalen Vergleich, trotz großem modebegeisterten Publikum, noch keinen modischen Repräsentanten aufbringt.

Für den Designer und Gründer von uniformgermany, Michael Zimmermann, war es schließlich an der Zeit, dem entgegenzuwirken.

Da Deutschland heutzutage modisch betrachtet kaum einen eigenen und unverkennbaren Stil besitzt, soll uniform keine Darstellung des Heutigen, sondern ein Blick auf die deutsche Geschichte, vor allem auf die damalige Jugend, sein.

„Die Jugend ist und war schon immer tonangebend, aufsässig und hinterfragend. Sie liefert die Ideen der Zukunft. Sie ist die Zukunft.“


Da er selbst noch Teil der Jugendszene ist, bietet er eine erfrischend neue und authentische Sichtweise auf das so häufig von großen Designern in der Modeszene aufgegriffenen Thema.

Seine erste Kollektion behandelt hingegen ein bisher unerschlossenes Thema. Die 70er Jahre im geteilten Deutschland. Die Politik hatte, auch für das junge Volk, weit mehr Gewicht – sie war präsenter, ihre Auswirkungen real erfahrbar. Was sich durch die Kollektion bemerkbar macht.

Die Idee war, neu zu erinnern und der deutschen Jugend ihre eigene Geschichte zu erzählen. 

 

Zu sehen ist die Gleichheit, die Angepasstheit, die verlorengegangene Individualität. Aber auch der Gegensatz dessen.
Der Mensch, der anders denkt. Der Mensch, der sich zur Wehr setzt, aufsässig ist und handelt.

Es geht ihm darum, die Authentizität zu bewahren. Dies ist der Grund, weshalb im Design Vieles aus der Vergangenheit übernommen wurde und somit unkonventionell Innovationen bietet, die sich aus der Vergangenheit speisen.

„Ich sitze auf einem Berg an Inspirationen und Ideen. Was bisher zu sehen ist, ist lediglich die angekratzte Spitze davon.“

Ziel ist es, die Geschichte sichtbar zu machen. Nicht das, was visuell und öffentlich sichtbar ist, sondern das was dahintersteckt, was zu fühlen ist.

In einer Kleinstadt aufgewachsen, boten sich Modeinspirationen nur über das Internet. Aufgrund dieses Mangels lernte er, selbst aus den kleinsten Dingen etwas zu schöpfen. Für ihn konnte die Straße keine dauerhafte Inspirationsquelle darstellen.

Mit der Zeit entstand bei ihm jedoch ein Gefühl der Unzufriedenheit, welches die aktuelle Modeszene anbelangte. Die Tatsache, dass der Erfolg einer Marke nur noch von Ikonen abhängig war und Mode immer stärker an Geschichte und Originalität verlor, lösten in ihm den Wunsch aus, etwas Eigenes zu kreieren. 

Der Kleidung soll nicht ein bekanntes, sondern das Gesicht einer ganzen Nation und ihren Epochen gegeben werden.

Text von Kiara Francke

"uniform"

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tübingen / germany

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